Brace yourselves, Snapchat is coming

100 Millionen aktiven Nutzer, etwa 7 Mrd. Video-Clips täglich. Damit hat Snapchat die Nase deutlich vor Facebook. Anfangs stand ich dem Instant-Messaging-Dienst sehr skeptisch gegenüber. Seit kurzer Zeit bin ich der größte Fan.

Seit 2011 gibt es Snapchat. Wie bei vielen Hypes, steige ich spät ins Geschehen ein. Zu spät? Als ich noch bei studiVz aktiv war, sagte mir ein Freund damals: „Jens, das ist das gleiche wie Facebook, nur nicht so geil. Melde dich da mal an.“ Habe ich gemacht und ich habe es nicht verstanden. Hauptsächlich lag das an der Timeline. Ich habe mich ernsthaft gefragt, was das soll. Das war 2009. Heutzutage ist Facebook aus dem privaten wie auch beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Und deswegen springt meiner Meinung nach die Jugend ab. Kein Wunder, wenn heutzutage selbst die Großeltern auf Facebook unterwegs sind. Sobald die Medien gehäuft über einen „neuen“ Trend berichten, auch die Non-Digital-Natives sich blicken lassen, verliert die ursprüngliche Zielgruppe das Interesse. Doch wohin ziehen sie weiter? Momentan verstärkt in Richtung Snapchat.

Installiert habe ich die App schon länger, benutzt jedoch selten. Ein Freund von mir war 2014 ein halbes Jahr in Oregon (USA) und hat dort sein Auslandssemester absolviert. Bei seiner Rückkehr kannte seine Begeisterung für Snapchat kaum Grenzen. Er hat es aber nicht geschafft, uns, den Spätzündern in Europa, dieses Neuland schmackhaft zu machen. Dann kam Casey Neistat daher. Neistat, ein Filmemacher und YouTuber aus New York, erlangte unlängst unter anderem durch sein Snowboarding with the NYPD-Video auch auf unserem Kontinent Bekanntheit. Darin hat er eiskalt den Blizzard im Februar 2016 an der Ostküste der USA ausgenutzt, sein Snowboard geschnappt und sich hinter seinem Jeep durch die Straßen von Manhatten ziehen lassen. So habe ich ihn kennengelernt und bin seither treuer Abonnent seines YouTube-Kanals. Irgendwann bin ich über folgendes Video gestolpert.

Ich war fasziniert und gab der App noch eine Chance. Und was soll ich sagen: Mittlerweile habe ich an Snapchat wirklich Gefallen gefunden. Intuitiv finde ich sie nicht. Es braucht einige Zeit, sich an Funktionen und Bedienung zu gewöhnen. Das kann aber auch gut an meinem Baujahr liegen, ich bin mit nun fast 32 Jahren nun auch nicht mehr der jüngste.

Was ich daran so mag, ist der fehlende Drang, es perfekt machen zu wollen. Braucht man nicht, denn nach 24 Stunden ist der Beitrag nicht mehr zu sehen. Das nimmt viel Druck aus der Sache. Bei Instagram zum Beispiel ist das anders. Die User versuchen sich stets von der besten Seite zu präsentieren, Ausnahmen sind gewollt und eine Kunst für sich.

Sitzt die Frisur? Stört im Hintergrund etwas die Gesamtkomposition des Bildes? Pickel auf der Nase? Kopf eher nach links oder nach rechts drehen, welche war noch gleich die Schokoladenseite? Ist mir bei Snapchat gleichgültig. Ich denke mir: die App zeigt den Usern einen Ausschnitt meines Tages. Was, das bestimme ich. Ich habe das Gefühl, dass ich bei Snapchat authentisch sein darf, wenn nicht sogar sein muss. Jeder sieht morgens vor dem Spiegel scheiße aus. Die Angst, mich von meiner besten Seite zeigen zu müssen, habe ich nicht. Das macht in meinen Augen den Charme aus.

Aber wieso das alles? Bei Freunden sehe ich den Vorteil schnell: Man bekommt etwas aus meinem Leben mit. Auch und gerade dann, wenn man beispielsweise hunderte Kilometer entfernt wohnt. Weshalb mir Unbekannte folgen sollten, weiß ich auch nicht so recht. Der Reiz für mich dabei ist jedoch, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu arbeiten, um meine Snap-Story interessant zu gestalten. Und ganz ehrlich: Das macht Spaß. Ist man hier kreativ, schauen auch Leute zu, die einen nicht kennen. Umso interessanter das Leben, umso interessanter ist man sicher auch für die Zuschauer. Aber: Der Ton macht die Musik.

Sollten noch mehr Anfang 30er da draußen rumschwirren, die skeptisch sind, gebe ich einen Rat mit auf den Weg: Einfach mal machen, nicht viel nachdenken und Spaß dabei haben.

Was andere davon halten, muss ich nun nicht nachkauen, aber wer noch mehr Input zum Thema Spapchat braucht:

snapcodewp2
Bleibt nur zu sagen: Follow me! Mein Username lautet jens84s. Oder man benutzt meinen Snapcode: Wer mir folgen möchte, kann mich darüber adden. Einfach abfotografieren und in der App scannen.

 

 

Jens Schmitt

2 Antworten auf „Brace yourselves, Snapchat is coming

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